Propriozeptive Einlagenversorgung

In den vergangenen Jahren gewann der Einsatz propriozeptiver (sensomotorischer) Einlagen immer mehr an Bedeutung. Propriozeptive Einlagen sind Bestandteil eines Gesamtversorgungskonzeptes, das gekennzeichnet ist durch interdisziplinären Austausch von Facharzt (Orthopäden), Orthopädieschuhtechniker und nicht zuletzt durch das Mitwirken des Patienten.

Ziel einer Versorgung mit propriozeptiven Einlagen ist es, eine Änderung motorischer Aktivierungsmuster zu induzieren. Muskelfunktionen werden durch Reize hervorgerufen und gesteuert. Diese Eigenschaft zu nutzen, ist das Grundprinzip der sensomotorischen Einlage.

Es handelt sich hierbei um ein Hilfsmittel, bei dem gezielte Druckimpulse den Muskeltonus regulieren und dem Patienten helfen, sich durch Eigenkräfte unterbewusst aktiv an Korrekturen von Fehlstellungen und Fehlgangbildern zu beteiligen.

Das heißt, durch gezielten Einbezug der körpereigenen Tiefenwahrnehmung und Verstärkung/Veränderung der afferenten Signale, können auf reflektorischem Weg Muskeltonus und Muskelreaktionszeiten verändert, Fuß -und Beinfehlstatiken aktiv behoben, Gangbildstörungen korrigiert, sowie Muskelkoordination, Feinmotorik und Wahrnehmung verbessert werden.